Commerzbank plant das Kapitalloch ohne Staatshilfen zu stopfen
Die Ansage war klar und deutlich. Die zweitgrößte Bank in Deutschland will ihr Versprechen einhalten und 5,3 Milliarden große Eigenkapitallücke aus eigener Kraft schließen. Martin Blessing, Chef der Commerzbank betonte in aller Deutlichkeit, dass Staats oder Großaktionärshilfen nicht in Anspruch genommen werden. Am vergangenen Donnerstag verkündet Blessing in Frankfurt, das bereits ein Loch von knapp 3 Milliarden Euro gestopft werden konnte. 60% der EBA-Kapitalanforderung sind so bereits schon erreicht worden. Das Maßnahmepaket, das zur Vorlage direkt an die EU – Bankenaufsicht EBA geleitet wird, weißt sogar einen so genannten Sicherheitspuffer von einer Milliarde Euro auf. Bis Juni 2012 haben Martin Blessing und der Finanzchef Eric Strutz einen Gewinn von knapp 2,4 Milliarden Euro angesetzt. Das knapp kalkulierte Ziel kann natürlich noch durch aufkommende weitere Staatsschuldenkrisen in Europa gefährdet werden, vorsichtig ist also weiter geboten.
Zu Kreditklemmen soll es laut Angabe der Bank nicht kommen. Auch der Mittelstand soll nicht weiter belastet werden. Eine Teuerungsrate der Kredite wird aber angenommen und ist vermutlich auch schon sicher. Diese Aussagen beruhigte die Börse leicht und die Talfahrt der Aktie konnte so gestoppt werden. Nach dem Tief von 1,11 Euro konnte ein leichter Aufschwung auf 1,59 Euro etwas Entspannung bringen. Ein weiterer Aufwärtstrend wird in den nächsten Tagen erwartet.
Als eine vorbeugende Maßnahme wird in Zukunft das Risikomanagement reduziert. Auch der Verkauf einiger Anteil anderer Banken und die Einsparung der Bonuszahlungen der Führungskräfte gehören zum Plan. Die Bonuszahlungen sollen in naher Zukunft zum Beispiel direkt in Aktien ausbezahlt werden. Funktioniert der Masterplan von Commerzbank-Chef Blessing, bleibt am Ende sogar noch ein kleiner Gewinn übrig.
This entry was posted onSonntag, Januar 22nd, 2012 at 22:36 and is filed under Geld, News, Wirtschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. You can leave a response, or trackback from your own site.
