Das Geld für die angeschlagenen Banken

Im Laufe der Krise hört man immer wieder etwas von der Europäischen Zentralbank. Diese gibt den Kurs in der Eurokrise vor und unterstützt die Banken dabei, die Krise auf die beste mögliche Weise zu überstehen. Auch soll immer wieder Geld zur Verfügung gestellt werden, dass den Kreditfluss am Laufen hält und dafür sorgt, dass die Menschen in den Ländern auch weiterhin Geld von den Banken bekommen können. Aber woher kommt das Geld der EZB eigentlich?

Das Geld der EZB von den Staaten
Die Europäische Zentralbank gehört zu den Institutionen, die der direkten Kontrolle der europäischen Staaten unterliegen. Auch wenn die Regierungen keinen direkten Einfluss auf die Politik der Bank nehmen können, so sitzen in den Gremien doch Bänker aus allen Nationen der wichtigen Länder von Europa. Wenn nun die Bank entscheidet, dass sie neues Geld in den europäischen Geldmarkt einbringt, so ist dies kein Geld, welches frisch gedruckt wurde. Natürlich ist die EZB die einzige Institution in Europa, die den Druck von Geld anordnen darf, doch davon hält man sich aus Gründen der Inflation eher fern.

Das Geld, welches momentan stetig durch die EZB in den Geldmarkt gepumpt wird, besteht nur aus den Einlagen der anderen Banken. Im Laufe der Zeit haben die großen Institute aus Europa das eigene Geld bei der EZB in Form von Anlagen angehäuft. Allerdings holen die Banken nicht ihre eigenen Anlagen zurück, um das Geld zu nutzen, sondern nehmen sich Kredite von der EZB. Diese Kredite gibt es momentan zu einem Zinssatz, der weit unter 0,5 % liegt und somit für die Banken besonders günstig ist.

Bildquelle: Flickr/By 401 (K) 2012, CC

Dieser Artikel wurde am 26. Oktober 2012 um 12:51in den Kategorien Wirtschaft veröffentlicht. Sie können unsere neuesten Artikel über unseren RSS 2.0 Feed verfolgen. Hinterlassen Sie auch gerne eine Antwort zu diesem Artikel , oder den Trackback zu Ihrer Seite.

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