Inflationsrate in EU bleibt erwartungsgemäß weiter hoch
Die Inflation in der Euro Zone bleibt auf sehr hohem Niveau, laut dem Statistikamt Eurostat kosteten Waren und Dienstleistungen im Februar 2,7 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt des letzten Jahres. Die Teuerungsrate blieb im Vergleich zu den Vormonaten annähernd gleich. Die europäische Zentralbank sieht diesen Preisdruck mit unbehagen, sie möchte die Teuerungsrate bei knapp unter zwei Prozent sehen.
Die Vorhersage der EZB im Dezember 2011 für die Inflationsrate des laufenden Jahres lag bei 1,5 Prozent, mittlerweile musste die EZB ihre Vorhersage auf 2,1 bis 2,7 Prozent anheben. Dies muss laut Mario Draghi noch nicht das Ende der Inflationsanstieges sein, mehrere Aufwärtsrisiken bedrohen den Euro. Dazu gehört die Iran Krise und die Schuldenkrise der EU, dadurch steigen die Ölpreise und Waren, sowie Dienstleistungen verteuern sich. Die Energiekosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent an, der Preis für Alkohol und Tabak stieg um 4,1 Prozent. Auch die Nahrungsmittel verteuerten sich um 3,1 Prozent.
Die EZB versucht alles um eine Kreditklemme zu verhindern, dafür hat sie zwei langfristige Kredite über ein Gesamtvolumen von mehr als 1 Billion Euro aufgenommen. Die Produktionszahlen im Euroland geben keinen Anlass zur Entwarnung, im Januar legte die Gesamtproduktion zwar um 0,2 Prozent zu, allerdings waren 0,5 Prozent angenommen worden. Durch den Produktionseinbruch im Dezember um 1,1 Prozent und dem mit 0,4 Prozent gesunkenen Novemberergebniss rutscht die Euro Zone in eine technische Rezession.
Von einer technischen Rezession wird gesprochen, wenn das Bruttoinlandsprodukt in zwei Quartalen hintereinander schrumpft. Bereist im letzten Quartal des Jahres 2011 sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent.
Die Wachstumsprognossen wurden von der EZB nach unten korrigiert, dieses Jahr wird die Entwicklung zwischen einem minus von 0,5 Prozent und einem Plus von 0,3 Prozent liegen. Im nächsten Jahr wird es im besten Fall ein Wachstum von 2,2 Prozent geben, im schlechtesten Fall wird die Wirtschaft aber stagnieren.
Dieser Artikel wurde am 15. März 2012 um 08:56in den Kategorien Geld, News, Wirtschaft veröffentlicht. Sie können unsere neuesten Artikel über unseren RSS 2.0 Feed verfolgen. Hinterlassen Sie auch gerne eine Antwort zu diesem Artikel , oder den Trackback zu Ihrer Seite.

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